Das RedBox-Studio in den Katakomben des Jugendhaus Warmbronn entstand eigentlich als Bluebox-Studio und war damit auch Namensgeber des gleichnamigen Jugendhaus-CD-Samplers. Seinen Namen verdankte dieses subkulturelle Einöd dem als Schalldämmung dienenden blauen Teppichen. Entstanden ist das Studio im ehemaligen Fotolabor des Jugendhauses, für das es im aufziehenden digitalen Zeitalter kaum noch Verwendung gab. Im Gegensatz dazu Bestand jedoch enormer Bedarf für ein Aufnahmestudio, probten doch bereits im benachbarten Proberaum bis zu 10 Bands, teilweise mehrmals pro Woche. Diese ergriffen auch die Initiative und gestalteten es mit Hilfe des damaligen Zivis in ein kleines Low-Budget-Tonstudio um. Ein Aufnahmepult der Marke Yamaha 2000 ermöglichte akzeptable Aufnahmen, wie der erste und zweite Bluebox-Sampler beweist. Mitte der Zehner Jahre gab es dann das erste Relaunch, bei dem nicht nur der Aufnahmeraum umgestaltet wurde, sondern dass in die Jahre gekommene Aufnahmepult durch eine PC-gestützte Lösung ersetzt wurde. Tonstudiokurse sorgten seit dieser Zeit dafür, dass die Bands das handwerkliche Einmaleins des Aufnehmens erlernen konnten, um in der Folge zu erschwinglichen Preisen das Studio eigenhändig nutzen zu können. Auf diese Weise entstanden seitdem unzählige Songs von jungen Bands und Nachwuchskünstlern oder sonstiges Tonmaterial für verschiedenste Musikprojekte.







