Geschichte

Das RedBox-Studio in den Katakomben des Jugendhaus Warmbronn entstand eigentlich als Bluebox-Studio und war damit auch Namensgeber des gleichnamigen Jugendhaus-CD-Samplers. Seinen Namen verdankte dieses subkulturelle Einöd dem als Schalldämmung dienenden blauen Teppichen. Entstanden ist das Studio im ehemaligen Fotolabor des Jugendhauses, für das es im aufziehenden digitalen Zeitalter kaum noch Verwendung gab. Im Gegensatz dazu Bestand jedoch enormer Bedarf für ein Aufnahmestudio, probten doch bereits im benachbarten Proberaum bis zu 10 Bands, teilweise mehrmals pro Woche. Diese ergriffen auch die Initiative und gestalteten es mit Hilfe des damaligen Zivis in ein kleines Low-Budget-Tonstudio um. Ein Aufnahmepult der Marke Yamaha 2000 ermöglichte akzeptable Aufnahmen, wie der erste und zweite Bluebox-Sampler beweist. Mitte der Zehner Jahre gab es dann das erste Relaunch, bei dem nicht nur der Aufnahmeraum umgestaltet wurde, sondern dass in die Jahre gekommene Aufnahmepult durch eine PC-gestützte Lösung ersetzt wurde. Tonstudiokurse sorgten seit dieser Zeit dafür, dass die Bands das handwerkliche Einmaleins des Aufnehmens erlernen konnten, um in der Folge zu erschwinglichen Preisen das Studio eigenhändig nutzen zu können. Auf diese Weise entstanden seitdem unzählige Songs von jungen Bands und Nachwuchskünstlern oder sonstiges Tonmaterial für verschiedenste Musikprojekte.

Das Redbox-Studio 2020

Anfang 2020 entstand die Idee, einen neuen Bluebox-Sampler nach 10 Jahren Pause in die Wege zu leiten. Da lag es nahe, auch dem in die Jahre gekommenen Studio ein umfassendes Relaunch zukommen zu lassen. Man beließ es jedoch nicht nur bei einigen kosmetischen Veränderungen, sondern erstellte eine umfassende Konzeption, beantragte Fördermittel bei der Stiftung AKTION MENSCH und setzte den Umbau im unseligen Corona-Jahr konsequent um. Als neuer Aufnahmeraum dient zukünftig der geräumige Proberaum, bei dem jetzt auch eine ganze Band gleichzeitig mitgeschnitten werden kann. Der ehemalige Aufnahmeraum dient jetzt als Regie und ist nicht nur bequem eingerichtet, sondern auch komplett tontechnisch neu ausgestattet. Er ermöglicht dadurch nicht nur das Abmischen der aufgenommenen Songs, sondern bietet auch die Möglichkeit Videos zu schneiden, Podcasts zu produzieren oder kleinere Tonstudiokurse in angenehmer Atmosphäre durchzuführen. Der ehemalige Regieraum wird derzeit noch in eine Aufnahmekabine umgebaut, indem zukünftig Gesang, Texte oder einzelne Instrumente aufgenommen werden können.

Somit dürfte das RedBox-Studio für die folgenden Jahre gut gerüstet sein und die Bandnachwuchsszene in Leonberg und Umgebung wieder über beste Bedingungen für eine eigenständige Entwicklung verfügen können.